Energiesparen
Dienstag, 27.11.2007 von Timo
Hu, hier wurde die Stimmung zuletzt ja fast ein bisschen feindselig. Kommen wir also mal zu etwas ganz anderem: Energiesparen steht hoch im Trend. Das hat zum einen was damit zu tun, dass die Energiekosten immer stärker steigen. Zum anderen ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer mehr der CO2-Ausstoß in die öffentliche Wahrnehmung gerückt worden. Es ist sogar möglich, sich den CO2-Ausstoß berechnen zu lassen, den man auf einer Flugreise verursacht. Da wir ja in Kürze nach Costa Rica aufbrechen werden, ist das natürlich mal ein gelungener Anlass, um sich zeigen zu lassen, was für ein Umweltschwein man eigentlich ist. Hier die harten Fakten:
Je Person werden auf einem Hin- und Rückflug nach Costa Rica ca. 6320 kg CO2 emittiert. Ein durchschnittlicher Kühlschrank produziert im Jahr hingegen “nur” 100 kg CO2. Das klimaverträgliche Limit pro Person liegt bei etwa 3000 kg Co2. Allerdings im Jahr, nicht am Tag. Insofern sollten wir uns schon etwas schuldig fühlen. Der Spruch “Nach uns die Sintflut” hat ja heute doch eine andere Bedeutung bekommen.
Atmosfair bietet daher die Möglichkeit, seine eigenen Umweltsünden durch Gegenmaßnahmen zu relativieren. Es hat etwas von modernem Ablasshandel: Man sündigt, aber durch die Zahlung eines gewissen Obolus wird einem die Absolution erteilt. Der einzige Unterschied ist, dass man früher gezahlt hat um die eigenen Qualen nach dem irdischen Ableben zu vermeiden, während man heute die irdischen Qualen verhindern möchte - unabhängig vom eigenen Ableben. Zu guter Letzt lässt sich heute die Sünde in Euro und Cent beziffern. Bei einem Costa Rica-Urlaub kann man demzufolge noch mal 256 € pro Person im Urlaubsbudget einplanen. Hierfür werden dann durch den Anbieter Projekte finanziert, die das bereits verpulverte CO2 anderweitig einsparen. Keine schlechte Sache an sich.
Wer gerade nicht das nötige Kleingeld hat, kann zumindest mittelfristig Centbeträge einsparen. Er verwendet anstelle von Google Blackle. Hierbei handelt es sich um ein typisches Mash-up. Die Google-Engine wird verwendet, um eine komplett schwarze Suchseite anzuzeigen. Standardmäßig sucht man zudem nach Energiesparthemen. Hintergrund der Seite ist, dass ein schwarzer Bildschirm weniger Energie benötigt als ein weißer. Und weil Google standardmäßig auf eine weiße Hintergrundfarbe eingestellt ist, wird mehr Strom als notwendig verbraten. Das will Blackle verhindern. Und gibt für das gute Gewissen an, wieviele Kilowattstunden man bereits gespart hat. Theoretisch. Mal sehen, vielleicht muss ich in einem halben Jahr nur noch 255,50 € an Atmosfair zahlen. In Urlaub fahre ich aber definitiv!

[...] ist unsere letzte Reise schon wieder so lange her, dass wir demnächst direkt los könnten. Zur Erinnerung: Wir sind im Dezember in Costa Rica gewesen. Irgendwie bin ich immer noch nicht dazu gekommen, auch [...]