Bremen hat eine neue Autobahn erhalten: die A281. Diese soll eine der Hauptverkehrsstraßen Bremens entlasten. Wer auf der Neuenlander Straße schon mal im Stau stand wird das zu würdigen wissen. Allerdings sollte man hierzu wissen, dass Bremen vor einigen Jahrzehnten eine Städtepartnerschaft mit Schilda eingegangen sein muss. Anders ist es nicht erklärlich, dass in schöner Regelmäßigkeit Geschichten in Bremen passieren, über die man in der restlichen Republik bestenfalls schmunzelt oder fassungslos den Kopf schüttelt. Zur ersten Kategorie gehört zum Beispiel die sog. „Piepmatzaffäre“, die für das Scheitern der damaligen Ampelkoalition verantwortlich war. Kopfschütteln hat da schon eher hervorgerufen, dass man in Bremen die Schwachhauser Heerstraße, die ebenfalls chronisch verstopft ist, zunächst von 16 Linden befreite, um die Anzahl der Fahrspuren auf 4 zu verdoppeln. Über die Art und Weise, wie das passierte, wollen wir lieber den Mantel des Schweigens decken. Was dann passierte ist jedoch schlicht unfassbar: Zunächst wurde die Straße, wie geplant, verbreitert. Dann entschied man sich jedoch, begünstigt durch einen Regierungswechsel hin zu rot-grün, es wie vorher bei 2 Fahrspuren zu belassen. Prima, falls mal ein Schwertransport mit Überbreite vorbeikommt, ansonsten aber wenig hilfreich.
Vergessen sollte man auch nicht, dass Bremen die Stadt des Spaceparks, ähhh, der Waterfront ist. Nun ja, darum sollte es eigentlich gar nicht gehen, sondern um die neue Stadtautobahn Bremens. Der geneigte Leser wird bereits eine Vermutung haben, dass auch hierbei nicht alles so lief, wie man sich das möglicherweise gewünscht hätte. Sollte ich ihn enttäuschen? Nein, keine Bange
Ich schreibe mir hier doch nicht erst einen Wolf, um dann mitzuteilen, dass alles gut wird…
Die A281 soll, wenn sie mal komplett fertig ist, einen Autobahnring um Bremen bilden und verläuft in Ost-West-Richtung. Sie wird gekreuzt von einer 4-spurigen Bundesstraße in Nord-Süd-Richtung. Ich habe mich bereits während der Bauzeit der Autobahn gefragt, wie man denn nun von der Bundesstraße auf die Autobahn fahren wird. Die Antworrt habe ich gestern erfahren: Gar nicht. Man verlässt jetzt die Bundesstraße, steht – wie in der Vergangenheit auch - vor einer Ampel und darf dann eine völlig verrückte Autobahnauffahrt nehmen. Wenn man Glück hat, fährt man dann auf Anhieb in die richtige Richtung. Auf jeden Fall benötigt man heute ungefähr genau so viel Zeit wie vorher, für die selbe Strecke. Aber im Jahr 2015 soll es ja soweit sein, und der Autobahnring fertiggestellt. Ich fürchte allerdings bereits jetzt, dass noch etwas dazwischen kommen wird. Wäre ja auch zu schön, wenn das hier mal glatt ginge…